Antifeminismus ist eine Ideologie und eine politische Strategie, die sich pauschal, aktiv und meist auch organisiert gegen feministische Anliegen und Positionen richtet. Dabei spielt auch der Konsum von Social Media eine Rolle. Trends bestärken oft bestimmte Rollenbilder und Weltansichten.
…wir haben uns als Jugend- und Hochschulgruppe Köln in der Verantwortung gesehen, aktiv etwas gegen antifeministische Strömungen zu tun und dem Thema mehr Aufmerksamkeit zu verleihen. Da diese Trends gerade auf Social Media erstarken und somit einen Einfluss auf die Weltansichten junger Menschen im Schulalter haben können, haben wir uns für ein Schulprojekt zu diesem Thema entschieden.
Ziel des Projektes war es, Jugendliche auf altersgerechte Weise über antifeministische Narrative und deren Auswirkungen auf Gesellschaft und Demokratie aufzuklären und gemeinsam Handlungsmöglichkeiten für den Alltag zu erarbeiten. Es wurde versucht, Schüler*innen präventiv für das Thema “Antifeminismus” zu sensibilisieren. Im Fokus standen das Aufzeigen der Hintergründe bestimmter Trends (beispielsweise des Zusammenhangs zwischen der Tradwife-Welle und dem Wahlkampf von Donald Trump) und das Schaffen eines Bewusstseins für die Wirkung von Social Media Trends. Ein weiteres Ziel des Projekts war das Aufzeigen des Zusammenhangs zwischen dem Aufkommen solcher Trends mit problematischen und einengenden Vorstellungen von Geschlechterrollen, sowie dem Erstarken rechtsextremer Vorstellungen. Zudem wurde thematisiert, wie sich Alltagssexismus auf Betroffene auswirkt.
Zu diesem Zweck wurde eine Kombination aus Präsentation und interaktivem Workshop konzipiert, um das Thema informativ an Schüler*innen heranzutragen und zugleich auch einen Raum für Reflexion und Austausch anzubieten.
Durch den interaktiven Charakter des Workshops sollte ein Raum für offenen Austausch entstehen, in dem sich insbesondere Betroffene gesehen fühlen und die Erfahrung machen können, mit ihren Erlebnissen nicht allein zu sein. Es gab sowohl einen Workshop zum Thema “Gefühle”, der für alle Schüler*innen offen war, als auch einen separaten Workshop für FLINTA*-Personen, bei dem sich die Schüler*innen über Erfahrungen im Zusammenhang mit den genannten Thematiken austauschen konnten. Eine fundierte pädagogisch-didaktische Vorbereitung, sowie fachlich abgesichertes Wissen waren für die Durchführung des Projektes essentiell.
Schließlich wurde das Projekt an zwei Terminen erfolgreich umgesetzt:
Am Dienstag, den 8. Juli 2025, waren wir zu Gast am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Bergisch Gladbach und stellten unser Thema nacheinander in zwei neunten Klassen vor. Am darauffolgenden Mittwoch, dem 9. Juli, besuchten wir das Elisabeth-von-Thüringen- Gymnasium in Köln-Sülz, wo wir mit einer achten Klasse arbeiteten.
Die Veranstaltung war insgesamt sehr erfolgreich, und wir hoffen, einige Schüler*innen erreicht und zum Nachdenken angeregt zu haben. Weitere Schulbesuche zu diesem Thema sind für die Zukunft gedacht.